2.2 Die Erziehungsjahre bei Alexanders Mutter Olympias
a Philipp die meiste Zeit auf seinen Feldzügen unterwegs war, wurde Alexander der Große als heranwachsendes Kind fast ausschließlich von Olympias, seiner Mutter überwacht und belehrt.
Alexanders erster guter Freund war Kleitos, der später der ständige Begleiter Alexanders war und ihm in der Schlacht am Granikos das Leben gerettet hat, der Bruder der Amme Lanike, die Alexanders Mutter für ihn bestellte.
Mit sechs Jahren erhielt Alexander der Große einen Erzieher mit guter griechischer Bildung, wie es zu der Zeit in vornehmen Familien üblich war. Olympias verschaffte einen ihrer Verwandten namens Leonidas als ein Leiter für Alexander, der ihn zu Abhärtung und einfacher Lebensweise erzogen haben soll. Lysimachos aus Arkanien führte ihn in die homerischen Epen ein und nannte Alexander einen jungen "Achilleus". Seitdem begann er sich auch mit dieser mythischen Gestalt zu identifizieren. Ausserdem wurde Alexander noch von anderen Lehrern im Schreiben, in Musik und Geometrie unterrichtet, was bei ihm auch einen nachhaltigen Eindruck bewirkte.
Der persönliche Einfluss seiner Mutter dauerte neben diesen Unterweisungen der Lehrer fort.
Sie hielt ihn vor allem nachdrücklich zum Götterkult und Opferwesen an. Dann begann für Alexander auch schon die Prinzenzeit.