Alexander der Große
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1.Vorwort/Einleitung
2.Alexander der Große -
   Kindheit und Jugend

2.1 Wie Alexander der Große
      aufwuchs

2.2 Die Erziehungsjahre bei
      seiner Mutter

2.3 Die Erziehung und
      Unterweisung seines
      Vaters - Prinzenzeit

2.4 Erste Taten und
      Tod Philipps

3.Der Perserfeldzug
4.Dareios Tod
5.Indienfeldzug und Tod
   Alexanders des Großen

6.Aussehen und Charakter
   Alexanders des Großen

7.Nachwort
8.Literaturverzeichnis
Zeittafel Philipp II.
   von Makedonien

Zeittafel Alexander der Große
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Alexander der Große



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2.4 Erste Taten und Tod von Philipp II.

it 16 Jahren wurde Alexander 340 v.u.Z. zu Philipps Statthalter oder Stellvertreter in Makedonien ernannt. Philipp war sich des zunehmendes Risikos seiner Politik offenbar bewusst. Es ging ihm jetzt darum, die Meerengen in seine Gewalt zu bringen. Er hatte mit seiner Flotte im Hellespont (Dardanellen) operiert und an der Nordküste der Propontis (Marmara-Meer) die griechische Stadt Perinth belagert, die sich jedoch mit Hilfe der Perser und Byzanter halten konnte. Philipp selbst wurde bei Sturm auf Perinth verletzt. Nun zog er vor Byzantion am Bosporos, was unmittelbar zur Kriegserklärung Athens führte, da für Athen die Getreidezufuhren über das Schwarzmeer lebenswichtig waren. Philipp musste sich zurückziehen.

Er musste nach seinen Rückschlägen im Gebiet der Meerengen andere auswärtige Ansatzpunkte suchen, wobei ihm vor allem sehr wichtig war, dass das Stammland Makedonien in sicherer Hand ist. Er überließ dies Alexander, wobei er sich nicht getäuscht hatte, dass er dieser Aufgabe gewachsen sein würde. Seine Unerschrockenheit, Klugheit und sein Geschick hatte er ihm bewiesen, als er den thessalischen Hengst, der wegen seinem störrischen Charakter zurückgegeben werden sollte, bändigte. Dieses Pferd wurde Alexanders Leibross auf seinen Feldzügen bis Indien.

Als Königsstatthalter empfing Alexander der Große eine persische Gesandtschaft in Pella und führte mit Erfolg ein selbständiges Unternehmen durch, indem er den aufständischen thrakischen Stamm der Maider niederwarf und in deren Gebiet den Stützpunkt Alexandropolis anlegte, die erste Stadt, die seinen Namen trug.

Die Zusammenarbeit von Vater und Sohn fand ihren Höhepunkt in den folgenden Jahren, als der Konflikt Philipps mit Athen zur Entscheidung kam. Den Anlass bildeten neue Streitigkeiten in der delphischen Amphiktyonie, in der Philipp als Ratsmitglied erreichte, dass er zum Hegemon dieses Bundes gewählt wurde. So konnte er die phokische Stadt Elateia in der Kephisosebene 339 v.u.Z. besetzen, womit er unter Umgehung des Thermopylenpasses die Schlüsselstellung zum Aufmarsch gegen Theben und Athen beherrschte. Die Nachricht von der Besetzung Eleteias alarmierte die Athener. Ihr Bündnissystem zur Abwehr der Makedonen umfasste schon zahlreiche Mitgliedstaaten in Westgriechenland, auf den ägäischen Inseln und im Peleponnes. Jetzt schlug auch Theben ein Neutralitätsangebot Philipps aus und verbündete sich mit Athen.

In der Entscheidungsschlacht bei Chaironeia in Böotien (2.August 338 v.u.Z.), in der die Heere der Makedonen und der verbündeten Griechen einander mit je etwa 30000 Mann in der Ebene des Kephisos gegenüberstanden, hatte Alexander die Aufgabe, den linken Angriffsflügel der Makedonen zu führen, während Philipp selbst auf der rechten Seite sich defensiv verhalten wollte. Es war die Taktik des starken Flankenstoßes, die "Schiefe Schlachtordnung", Die schiefe Schlachtordnungdie Philipp einmal bei Epameinondas in Theben als erfolgreiche Neuerung gegenüber den herkömmlichen Frontalangriffen kennengelernt hatte. Der junge Alexander, dessen unwiderstehlicher Elan hier zum ersten Mal in Erscheinung trat, entschied die Schlacht zugunsten der Makedonen, indem er mit seinen Reitern die "Heilige Schar" der Thebaner nach hartem Widerstand niederkämpfte. Damit hatte Philipp die Vorherrschaft über die Griechen gewonnen. Dass die Schlacht bei Chaironeia geschichtlich noch viel mehr bedeutete, nämlich das Ende des Zeitalters der klassischen griechischen Polis, konnte damals noch niemand ahnen.

Wider Erwarten machte er Athen, welches jetzt mit dem Angriff auf ihre Stadt rechnete, ein überaus günstiges Friedens - und Bündnisangebot. Dazu sandte er Alexander in Begleitung seines Feldherrn Antipater nach Athen. Es war das einzige mal im Leben Alexanders, der damals 18 Jahre alt war, dass er nach Athen kam. Er erhielt dort viele Ehrungen.

Etwas später bekämpfte Alexander der Große noch selbstständig und mit Erfolg die Illyrer. Kurze Zeit später wurde Philipp von seinem eigenen Leibgardisten, der wahrscheinlich private Motive hatte, ermordet. Nun ließ sich Alexander als neuen König der Makedonen begrüßen

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