Alexander der Große
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1.Vorwort/Einleitung
2.Alexander der Große -
   Kindheit und Jugend

3.Der Perserfeldzug
3.1 Erste Taten als König
3.2 Der Beginn des
      Perserfeldzugs

3.3 Schlacht am Granikos
3.4 Schlacht bei Issos
3.5 Die Belagerung von Tyros
3.6 Schlacht bei Gaugamela
4.Dareios Tod
5.Indienfeldzug und Tod
   Alexanders des Großen

6.Aussehen und Charakter
   Alexanders des Großen

7.Nachwort
8.Literaturverzeichnis
Zeittafel Philipp II.
   von Makedonien

Zeittafel Alexander der Große
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Alexander der Große

Siedler von Catan
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3.6 Letzte Schlacht gegen Dareios bei Gaugamela

uf seinem Zug nach Ägypten stieß Alexander der Große, trotz des Exempels, das er in Tyros statuierte und er nun glaubte, dass jede Stadt sich ihm freiwillig unterwerfen würde, auf Widerstand. So auch in Gaza, eine in Syrien liegende Grenzfestung, die erst nach zwei Monaten erfolgreich bekämpft wurde. Doch warum zog Alexander überhaupt nach Ägypten, denn er hätte die Eroberung dieses Landes, die ja nicht schwer war, auch einem seiner Generale überlassen können? So hat er Dareios sogar noch Zeit gelassen ein neues Heer aufzustellen. Doch Alexander der Große konnte diesem Land, mit seinen Pyramiden, Tempeln, Sphingen und Palästen, nicht widerstehen. Ausserdem haben die Griechen geglaubt, dass dort die Menschen gelebt hätten, die sie einst gelehrt hatten zu bauen, zu malen, zu philosophieren, zu dichten, zu erfinden und Handel zu treiben. "Das Volk bejubelte ihn alstrtrtrtrtrtr den Befreier von den Persern, die so barbarisch gewesen wären, den heiligen Stier Apis zu schlachten , und auch sonst Sitten und Gebräuche der Einwohner nicht geachtet hätte." Alexander vergaß natürlich nicht ihre Götter zu ehren und ihnen in ihren Tempeln zu opfern und machte sich so einen guten Namen bei den Ägyptern. An der Mündung des Nils ließ er, angeblich, weil er einen traum davon hatte, die Stadt Alexandria errichten, die als Zentrum des Handels und der Wissenschaft dienen sollte. Der Planung und Ausführung übernahm der damals berühmteste Architekt Deinokrates von Rhodos. Diese Stadt, die aus Straßen, die sich rechtwinklig schnitten und einige dreißig Meter breit und fünf Kilometer lang waren, bestand, wurde zu einer der größten und erfolgreichsten Städte des Königs. Dort stand auch die berühmte Bibliothek Museion, die 900 000 Schriftrollen aufweisen konnte, aber später von Cäsar vernichtet wurde. Als Alexander das Land wieder verließ, ernannte er zwei Verwalter, den einen für Oberägypten, den anderen für Unterägypten, dabei nahm er Rücksicht auf die nationalen Gefühle der unterworfenen Völker. Beide Männer entstammten der einheimischen Aristokratie, doch zur Kontrolle ließ er noch zwei makedonische Militärs an ihrer Seite. Die Finanzverwaltung übergab er Kleomenes, der durch die eingetriebenen Steuern die Staatskasse füllte.

Im Frühling trafen die Makedonen wieder in Tyros ein, das von den neu angesiedelten Griechen teilweise wieder aufgebaut wurde. Hier errichtete Alexander ein Hoflager. Es herrschten mehrere Wochen Ruhe und Frieden. Es war wieder eine Zeit in der sich Alexander der Große mehr als sonst der Politik zuwenden musste und so ließ er unter anderem athenische Gefangene wieder zurück in ihre Heimat. Dann, eines Tages, meldeten griechische Kundschafter, dass Dareios begonnen hatte, am Euphrat ein riesiges Heer aufzustellen. Sein Hauptquartier befand sich in Babylon und er war nun bereit eine Entscheidungsschlacht zu schlagen. Doch Alexander wollte warten, was man von ihm eigentlich nicht gewohnt war, bis der Großkönig auch den letzten Perser rekrutiert hat, denn er wollte ihn diesmal derart schlagen, dass kein weiteres treffen mehr nötig sei. Es waren schon zwei Jahre seit der Schlacht bei Issos vergangen und die Soldaten hatten keine größere Gefecht mehr erlebt. Weil Alexander der Große wusste, dass Müßiggang für die Mtrtroral der truppe gefährlich war, tat er etwas dagegen. Er ließ gymnische Spiele organisieren, die ähnlich waren, wie die olympischen Spiele. Sie beinhalteten Waffenrennen, Fünfkampf, Ringen, Faustkampf, Waffenlauf. Es wurden auch Parteien gebildet, auf der einen Seite die "Feinde", die von "Dareios geführt wurden, auf der anderen Seite die "Freunde", die von "Alexander" geführt wurden und so schlugen sich diese Parteien gegenseitig mit Holzschwertern und Lanzen auf sich ein, bis sie anfingen zu bluten. Alexander selbst nahm an diesen Spielen teil, obwohl er bei den olympischen Spielen einmal gesagt hat, dass er nur gegen Könige kämpfen würde. Ausserdem wurden die truppen durch Schauspieler aufgemuntert, die ihnen immer andere Theaterstücke aufführten, was laut Aristoteles eine Reinigung der Seele bedeutete. Und nicht zuletzt durch die riesigen Schlemmermenüs, die Alexander ihnen zubereiten ließ, kamen sie wieder zu Kräften.

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Im Mai 331 brach das Heer dann zu einem viermonatigem Marsch auf, denn die Kundschafter berichteten, dass längeres Warten keinen Gewinn mehr gebracht hätte. Dareios hatte jetzt eine Million Krieger zu Fuß und vierzigtausend Reiter, dazu kamen noch gefährliche Sichelwagen und indische Elefanten. Dies hatte Alexander von seinen Aufklärern erfahren, doch hat er es klugerweise seinen Männern verheimlicht. Eine Million klingt zwar schon wieder übertrieben, aber diesmal konnten es sogar fast so viele sein, jedenfalls waren es mindestens 250 000 Männer. Alexander der Große hatte dagegen nur 47 000 Mann, 40 000 im Fußvolk und 7000 Reiter.

Dareios strategischer Plan ging darauf aus, anders als bei Issos, die zahlenmäßige Überlegenheit der Perser dadurch zur Geltung zu bringen, dass Alexander in der weiten Ebene des Tigris zur Schlacht gezwungen werden sollte. So gab er einem seiner Offiziere die Aufgabe, die Annäherung des Feindes zu beobachten, allerdings sollte er ihn dabei nicht vom Übergang über den Euphrat abhalten. Dareios selbst zog mit seinem Heer von Babylon nach Norden und schlug bei Arbela (heute Erbil) östlich des oberen Tigris ein Lager auf. Von hier aus konnte er in der Ebene zwischen Tigris und Zab, die als Schlachtfeld sehr gut geeignet war, das Heer aufstellen. Alexander, der das Vorhaben des Großkönigs noch nicht kannte oder erahnte, hatte als Marschziel nur das Zentrum Mesopotamiens, also Babylon, im Auge. Bei Thapsakos zog er über den Euphrat, der durch mit Eisenketten verbundenen Flößen, passierbar gemacht worden war. Das makedonische Heer bog dann nach Nordosten ab, um auf der alten Karawanenstraße über Harran und Ntrtrtrtrtrtrtrisibis die nordmesopotamische Steppe zu durchqueren. Auf dieser Strecke am Randgebirge Armeniens war die Verpflegung des Heeres leichter und die Hitze des Sommers beim Marsch erträglicher. Wegen der Falschaussage von gefangenen Reitern der Erkundungsabteilung des Satrapen Mazaios, dass Dareios von Babylon aufgebrochen sei, um die Makedonen beim Übergang über den Tigris zu vernichten, änderte Alexander der Große die Marschroute. Als er aber den Fluss erreichte, war nichts von den Persern zu sehn. So überquerte er mit seinem Heer dann diesen reißenden Fluss, was allerdings mehrere Tage dauerte. Dies war kurz vor einer Mondfinsternis, die Alexander dazu veranlasste, Opfer für den Mond, die Sonne und der Erde darzubringen. "Von dem maßgebenden Seher und Zeichendeuter Aristander von Telmessos wurde sie als gutes Vorzeichen für den Ausgang einer bevorstehenden Schlacht gedeutet." Kurz darauf wurde gemeldet, dass die Perser wenige Tagesmärsche weiter südlich, in der Ebene bei Gaugamela, zum Kampf bereitstanden. Die Schlacht bei GaugamelaAlexander der Große ließ sogleich ein befestigtes Lager schlagen. Dareios ließ diese Ebene übrigens von Dorngestrüpp, Baumstümpfen, Steinhaufen und jeglichen Unebenheiten säubern, damit die gefährlichen Sichelwagen auch voll ausgenutzt werden konnten. Es muss für die makedonischen Männer ein schauderhaftes und Schrecken erregendes Gefühl gewesen sein, das Getöse der vielen Perser und Elefanten schon von Weitem zu hören. Dareios Heer bestand, laut Arrianus, aus vierundzwanzig Völkerschaften. Doch Alexander ermahnte seine truppen, nicht über diese Vielzahl der Feinde und ihre ungewohnten Hautfarben nachzudenken, sondern daran zu glauben, dass sie noch mal siegen werden, so wie es schon zweimal gegen den gleichen Gegner getan hatten.

Dass die Perser diesmal absolut siegessicher waren ist ohne Zweifel, denn nun waren sie eine noch größere Überzahl, hatten bessere Waffen, die besten Reiter, die besten Pferde, die gefürchteten Sichelwagen, die Kampfelefanten und vor allem ein perfektes Gelände für ihre Kavallerie. Da die persischen Kommandeure vermuteten, dass die Makedonen in der Nacht angreifen würden, gaben sie den Befehl, dass alle Männer wachen sollten und jederzeit bereit sein sollten, bereit für eine alles entscheidende Schlacht. Parmenion hatte sogar einen Nachtangriff geplant, doch Alexander der Große sagte nur: "'Ein Alexander stiehlt sich seinen Sieg nicht wie ein Dieb in der Finsternis'", wobei er allerdings sicherlich auch an seine Männer gedacht hat, denn ein Kampf im Dunkeln ist immer unberechenbar. So erstellte er in dieser Nacht den Angriffsplan für den nächsten Tag, der einige Neuerungen beintrtrtrtrhalten sollte, da er mit einer Umfassung beider makedonischen Flügeln rechnen musste, weil die Perser eine viel größere Frontlinie, als bei Issos hatten. So ließ er hinter der Phalanx der Sarissenträger eine zweite truppenabteilung postieren, mit der Anweisung im Falle einer Umzingelung kehrtzumachen, wobei ein Karree entstehen würde. Diese taktische Neuheit fand großen Respekt bei seinen Offizieren. Dass Alexander eine gewisse Furcht hatte und wusste, dass dies eine ernstzunehmende Schlacht war, merkte man daran, dass er zum erstenmal dem Phobos und dem Deimos opferte, dem beiden Söhnen des Kriegsgottes Ares und sagte "'Wir werden siegen. So wahr ich der Sohn des Zeus Ammon bin!'".

Die Schlacht ist sogar für Militärhistoriker heute schwer nachzuvollziehen. Eigentlich hätte Alexander gar nicht gewinnen können. Dareios hatte alle Vorteile, die man nur haben konnte. Er hatte die beste Kavallerie, den besten Platz für die Kavallerie und die längste Front, so dass er Alexanders Männer umfassen konnte. Die persische Front bestand diesmal hauptsächlich aus der Kavallerie, die rechts und links jeweils von den Sichelwagen unterstützt wurden. Dazwischen waren einzelne Fußtruppen, die sich allerdings, zusammen mit den Elefanten, in der Mitte konzentrierten. Dareios stand mit seiner Garde wieder, wie bei Issos, hinter dem Zentrum und hatte hinter sich eine ganze Reihe babylonische Infanterie als Rückendeckung.
Bei den Makedonen bildeten wie immer die Phalanx der Sarissenträger die Mitte. Die Hetairenreiter unter Kleitos und Philotas standen auf dem rechten Flügel, den Alexander selbst führte. Zwischen dieser Reiterei und der Phalanx des schweren Fußvolks waren die beweglicheren Hypaspisten eingeordnet. Den linken Flügel mit den thessalischen und anderen griechischen Reitern befehligte Parmenion. Und hinter der Phalanx ließ Alexander der Große, was er als besagte Neuerung schon geplant hat, eine weitere truppenabteilung aus leichtbewaffneter Kavallerie und Infanterie aufstellen.
Die Schlacht begann nur sehr zögernd. Alexander, der die Sichelwagen sah, versuchte durch eine improvisierende Bewegung einen günstigen Angriffspunkt zu finden. Er verlängerte und verdünnte seinen rechten Flügel, indem er mit der Reiterei langsam bis an den Rand des geebneten Schlachtfelds schwenkte. Der persische Großkönig, der die Bewegung verfolgt hatte, gab seiner auf dem linken Flügel postierten Reiterei den Befehl zum Angriff, da er einen Seitenangriff der Makedonen befürchtete. Während hier ein erbittertes Reitergefecht entbrannte, stürmten die Sichelwagen frontal gegen die makedonische Phalanx. Doch die Makedonen ließen sich weder durch sie noch durch die Elefanten unterkriegen. Der von Dareios erhoffte Erfolg dieser Einheiten blieb also aus. Zudem ist durch die Bewegung des linken Flügels der Perser eine Lücke entstanden, so dass Alexander der Große, zusammen mit seiner Reiterei, die die besten makedonischen Männer beinhaltete, wieder einmal zum persischen Zentrum vorstürmen konnte und so nah an trtrtrden Perserkönig kam, dass er Angst bekam und flüchtete. Alexander der Große auf seinem Pferd BukephalosDie Schlacht wäre für die Perser nicht verloren gewesen, denn die persischen Reiter auf der rechten Seite konnten die Makedonen zurückstoßen, so dass sie sogar bis ins Lager der Makedonen vorgedrungen sind. Doch die Flucht des Königs war für das persische Heer wieder ein Zeichen sich zurückzuziehen. "Die wohl zahlenmäßig stärkste truppenmacht, die seit dem Xerxeszug in der Alten Welt aufgestellt worden war, hörte damit auf zu existieren."
Alexander der Große versuchte den Großkönig, der mit einigen tausend Persern floh, zu verfolgen, doch tat er dies vergebens. So setzte er den Marsch in Richtung Babylon fort.

Nun ließ sich Alexander mit großem Stolz von seinem Heer als "König von Asien" ausrufen. Er hatte erreicht was er wollte: triumph, Ruhm, Ehre und das im höchsten Maße. Viele Historiker kritisieren Alexander, dass er nicht ein intelligenter Taktiker und Stratege wäre, sondern nur ein "...Haudegen [war], der ,berauscht von der Wollust des Kampfes, seine Gefährten wie ein Wolfsrudel führte, gierig vor Verlangen, dem feindlichen Anführer an die Gurgel zu gehen, Verwundungen und Tod verachtend, aber auch achtlos für alles, was sich auf anderen Teilen des Schlachtfelds abspielte." Es stimmt zwar, dass es ein großes Risiko war als König, in der ersten Reihe mitzukämpfen, anstatt das Heer von hinten zu führen, die Schlacht zu verfolgen und so den Männern konkrete Anweisungen oder Änderungen befehlen zu können.

Doch als ich mich mit Alexander dem Großen beschäftigte, habe ich festgestellt, dass ihm immer die Moral seiner Männer am wichtigsten war und wie könnte die Moral der Männer mehr gesteigert werden, als dass der König selbst mit ihnen zusammen kämpft? Ausserdem wusste er auch, dass es sehr wichtig war, den truppenführer zu schlagen und er als Heerführer konnte immer die besten Gelegenheiten ausmachen, wenn zum Beispiel eine Lücke entstand und so dann im richtigen Moment den Befehl geben in das Zentrum zum gegnerischen Führer zu stürmen. Anders hätte Alexander der Große mit seinem kleinen Heer gegen so eine Übermacht nie gewinnen können und das wusste er. trotzdem kann man nicht behaupten, er sei kein guter Stratege gewesen, denn wer hatte sich die vielen Neuerungen ausgedacht, die für ein zahlenmäßig viel kleineres Heer, noch so gute Erfolge gebracht hatten? Alexander selbst! Für mich steht außer Frage, dass er den Titel "der Große" verdient hat.

Somit haben sich die Prophezeiungen unleugbar eindeutig erfüllt. Alexander eroberte die persischen Gebiete so schnell, als ob er ‚die Erde nicht berührte' und schlug den ‚Widder', so dass ‚keine Kraft mehr in ihm war', wie es in der Bibel in Daniel heißt. Wie wahr doch diese Worte geworden sind!

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