Alexander der Große
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1.Vorwort/Einleitung
2.Alexander der Große -
   Kindheit und Jugend

3.Der Perserfeldzug
3.1 Erste Taten als König
3.2 Der Beginn des
      Perserfeldzugs

3.3 Schlacht am Granikos
3.4 Schlacht bei Issos
3.5 Die Belagerung von Tyros
3.6 Schlacht bei Gaugamela
4.Dareios Tod
5.Indienfeldzug und Tod
   Alexanders des Großen

6.Aussehen und Charakter
   Alexanders des Großen

7.Nachwort
8.Literaturverzeichnis
Zeittafel Philipp II.
   von Makedonien

Zeittafel Alexander der Große
Zeittafel Diadochen
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Alexander der Große




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3.4 Die Schlacht bei Issos

s war nun später Herbst, der Winter stand vor der Tür, so dass erst einmal etwas Ruhe für Alexanders truppen angesagt war. Alexander der Große gruppierte seine truppen um, schickte Parmenion mit den Vorratswagen und den Belagerungsgeräten nach Sardes, andere nach Ephesos, Priene und Miletos, die eroberten persischen Städte. Makedonische Soldaten, die vor dem Beginn des Feldzugs geheiratet hatten, erhielten Urlaub in die Heimat zu ihren Ehefrauen, eine Neuerung, die Alexanders Beliebtheit im Heer enorm steigerte. Doch für den Rest ging es selbst im Winter weiter. Es war nun wichtig weitere Häfen dem Memnon unzugänglich zu machen, darum ging es weiter entlang der Küste.

In der Stadt Gordion, welche am Königsweg lag, der von Ephesos und Sardes über Ankyra (heute Ankara) und den oberen Euphrat bis nach Susa führte, der königlichen Residenz, kam es zu einem interessantem Ereignis, welches ich unter 6.2 erzählen möchte. Als sie sich der Kilikischen Pforte näherten, einem Engpass im mittleren Tauros, wobei man anmerken muss, dass dort maximal vier Menschen nebeneinander Platz haben, hatte Alexander befürchtet, dass wenn er mit seinen truppen da hindurchschreitet, er ein leichtes Ziel für die Perser sei, denn die hätten nur einen Hagel von Steinen über ihn und seine Leute runterstürzen lassen müssen. Doch als Alexander samt Heer in der Dunkelheit, trotz dieses Risikos, hindurchmaschierte, trafen sie nur auf flüchtende Perser. Alexander soll verwundert gesagt haben: "'Felsbrocken hätten genügt, um uns zu vernichten'". Doch warum haben die Perser dies nicht getan und sind statt dessen geflüchtet? Man versucht dies dadurch zu erklären, dass die Perser keine Ahnung vom Gebirgskrieg hatten und ihre Gegner lieber dort erwarteten, wo ihre Kavallerie am schlagkräftigsten war und zwar auf einer weiten Ebene. Ausserdem wäre es sie nicht ehrenvoll gewesen, die Gegner im Gebirgstal einzuschließen und zu vernichten, sie wollten sie lieber heldenhaft mit ihren Pferden überreiten.

Als Alexander auf seinem Weg erschöpft war und sich im Kydnos mit einem Bad erfrischen wollte, dessen Wasser eisig war, bekam er hohes Fieber und war wochenlang krank. Philippos, ein Arzt, der die königliche Familie seit jeher betreut hatte, gab ihm einen trank. Nach acht Wochen wurde Alexander dann wieder gesund. In der Zwischenzeit ist etwas, von großer Bedeutung, passiert: Memnon, der sein Ziel, den Krieg nach Griechenland hineinzutragen, schon teilweise erreicht hat, ist an einer Krankheit gestorben. Da er Dareios bester Mann war, berief dieser den Kriegsrat in Babylon ein. So war er nun bereit direkt gegen Alexander vorzugehen und machte sich mit seinem Heer Ende September des Jahres 333 v.u.Z. auf den Weg. Die Zahl der Männer im Heer wird nur geschätzt, weil die Zahlen aus den Quellen der Griechen maßlos übertrieben sind, da sie dadurch ein noch heldenhafteres Bild von sich abgeben wollten oder einfach nur auf schlechte Schätzungen bzw. schlechte Überlieferungen zurückzuführen sind. Man nimmt an, dass die wahre Zahl der Perser sich auf maximal 100 000 Mann belief.
Sie bewegten sich Richtung Kilikien, wo sich Alexander der Große aufhielt, um über Myriandros und den Bailanpass an den Feind zu gelangen, doch ohne das Wissen von Dareios, der die Küstenstraße von Issos entlangzog. So maschierten die beiden Heere samt Führer parallel aneinander vorbei, ohne von sich zu wissen. Was sehr lustig klingt könnte allerdings auch von Dareios beabsichtigt gewesen sein, um Alexander von seiner Operationsbasis abzuschneiden und im Rücken anzugreifen. Jedenfalls war er der Erste, der wusste wo der Gegner war und sich in diese Richtung in Bewegung setzte, um ihm in den Rücken zu fallen. Als die Makedonen davon erfuhren wurden sie mutlos, denn nichts fürchtet Soldaten mehr, als das Gefühl, abgeschnitten zu sein. Alexander der Große rief deswegen seine Offiziere zu sich und hielt eine grandiose Ansprache, die ihnen wieder Mut machte, dann ging er in die Reihen der Soldaten und lobte sie für ihre bisherigen Taten und erklärte ihnen, dass sie schon einmal gegen diesen Gegner gewonnen hatten und noch einmal siegen werden.
Die genaue Lage von Issos, wo die Schlacht stattfand kann auch nur schätzungsweise gesagt werden, jedenfalls nahmen die Perser wieder hinter einem Fluss Aufstellung. Man nimmt an, dass es der Deli Tschai oder der Pajas war.

Die Aufstellung war nun folgende: Auf der persischen Seite war die starke Reiterei auf dem rechten Flügel in der Nähe der Küste aufgestellt, wo ein flaches Gelände war, das für die Kavallerie günstig war. In der Mitte standen die schwerbewaffneten griechischen Söldner, links die Kardaken, das iranische Fußvolk. Die linke Bergflanke wurde mit leichter bewaffnete Einheiten besetzt. Dareios selbst stand wie nach persischer Sitte mit seinem Wagen hinter der Mitte der Front, natürlich in Begleitung seiner berittenen Garde. Sein Plan war, dass der rechte Flügel, also die Reiterei die Entscheidung herbeiführen sollte. Die Makedonen waren so aufmarschiert, dass ihr rechter Flügel von der Hetairenreiterei eingenommen wurde. In der Mitte stand die Phalanx, die peloponnesischen Reiter unter Parmenion waren der linke Flügel an der Küste. Alexander der Große sah die Aufstellung der Perser und hielt es für nötig eine Umgruppierung vorzunehmen. Er teilte die thessalische Reiterei, die rechts stand, dem linken Flügel Parmenions zu, um ihn gegen den zu erwartenden persischen Reiterangriff zu verstärken.

Bei der Schlacht konnte sich die makedonische Phalanx gegen die griechischen Hopliten nicht durchsetzen. Auch der linke Flügel unter Parmenion wurde von den Persern zurückgedrängt. Alexander nun, kämpfte sich wieder an der Spitze, wie auch am Granikos, zum Führer, in diesem Fall König Dareios, durch und kam ihm so nahe, dass der Großkönig Angst bekam und flüchtete. Der Kampf wäre allerdings noch längst nicht verloren gewesen, denn die Hopliten drängten, wie schon gesagt, die Phalanx zurück und die persischen Reiter die makedonischen Reiter. Doch, mutlos durch die Flucht ihres Geldgebers, zog sich das ganze persische Heer mitsamt den Söldnern zurück.

Dieser Sieg hatte die Moral der Makedonen auf das höchste Niveau gebracht. Alexander und seine Offiziere gedachten derer, die gefallen waren. Es waren 450 Mann aus seinem Heer und zehnmal so viele Verwundete und Tausende vom persischen Heer, die in der Schlacht ihr Leben verloren. Von einem Diener des Dareios, bekam er ein mit Rubinen verziertes Kästchen aus Elfenbein, worin er dann die Illias von Homer aufbewahrte. Dareios' Mutter und seine Gemahlin, die er bei seiner Flucht zurückgelassen hatte, ließ Alexander ungewöhnlicherweise wie Königinnen behandeln. Er machte aus ihnen keine Sklavinnen, sondern ließ ihnen alle die, für Königinnen üblichen Ehren erweisen. Unter den erbeuteten Adligen befand sich auch Barsine, die Alexander den Großen dann heiratete.

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